PROVERBI E MODI DI DIRE

Einen sehr langen Zeitraum – ganz konkret das gesamte Leben – umfasst der Ausdruck

„Dalla culla alla tomba“

„von der Wiege bis zur Bahre“ – eigentlich „bis zum Grab“. Eine größere Kontinuität eines Zustandes oder eines Vorgangs als diese Aussage signalisiert ist eigentlich gar nicht vorstellbar!

Große Erleichterung, Zufriedenheit, ja Freude spricht aus der Redensart

„Ho dormito come un ghiro!“

„ich habe geschlafen wie ein Siebenschläfer“. Dieses kleine, possierliche Tier trägt nicht umsonst seinen Namen und dient damit trefflich als Vergleich für die Beschreibung eines besonders intensiven, tiefen (und zumeist auch langen) Schlafes. Im Deutschen ist auch durchaus die Ausdrucksweise geläufig: „Ich habe geschlafen wie ein Murmeltier“. Diese im Gebirge beheimateten Tiere sind bekannt wegen ihres monatelangen Winterschlafs.

Fast ein wenig verniedlichend klingt der Ausdruck

„Fare una scappatella“

„einen Seitensprung machen“ oder „fremd gehen“. „Scappare“ hat viele Bedeutungen, signalisiert aber stets eine schnelle, ja rasante Entfernung von einem bestimmten Punkt und bedeutet in diesem verbalen Zusammenhang wohl die vorübergehende, vielleicht sogar einmalige „Entgleisung“ des Verhaltens. Ein wenig wird durch diese Formulierung dem konkreten Tatbestand des Ehebruchs wohl die Schärfe und Unverzeihlichkeit genommen.

Gedanken können flüchtig, vorübergehend, kaum fassbar sein, aber auch quälend, schwer wiegend und bohrend über längere Zeit einen Menschen beschäftigen. Dieser Zustand trifft wohl auf die Redensart zu

„Lambiccarsi il cervello“

„sich den Kopf zerbrechen, sich das Gehirn zermartern“. Dies sind auch im Deutschen geradezu dramatische Formulierungen, die wie in der italienischen Formulierung die Intensivität der Gedanken unterstreichen. Etwas abgeschwächt könnte auch der Ausdruck „grübeln“ verwendet werden.

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