PROVERBI E MODI DI DIRE

Ein besonders „lebendiger“ Ausdruck ist die Redensart

„Attaccare (un) bottone a qualcuno“

„jemandem einen Knopf anheften, annähen“. Im Deutschen sagt man dafür: jemanden voll quasseln, oder (in der Jugendsprache) jemanden zutexten.

Im süddeutschen Raum kann man in der Umgangssprache auch die Formulierung hören: “jemandem ein Ohr abkauen“.

In jedem Falle bedeutet diese Aussage, dass jemand über Gebühr sprachlich belästigt, quasi „zugedeckt“ wird und gar nicht mehr zuhören möchte!

Geradezu „kernig“ und mahnend ist die Redensart

„Chi semina vento raccoglie tempesta“

„wer Wind sät, wird Sturm ernten“! Dieser Ausdruck ist im Deutschen durchaus geläufig und warnt davor, etwas in Gang zu setzen, was sich danach unkontrolliert und heftig weiter entwickeln könnte, zumal wenn die Ausgangslage deutliches Konfliktpotenzial in sich trägt.

Einen unerfreulichen Status der persönlichen Unterdrückung signalisiert die Redensart

„Danzare al suono del suo piffero“

„nach (dem Ton) seiner/ihrer Pfeife tanzen“. „piffero“ kann eine kleine Flöte, aber auch eine Trillerpfeife sein und gibt jedenfalls für den jeweiligen Partner unmissverständlich den Ton an. „Er muss nach ihrer Pfeife tanzen“ ist durchaus gebräuchlich (natürlich auch „sie muss nach seiner Pfeife tanzen“) und weist auf eine absolute Entscheidungsabhängigkeit eines Partners hin, die oft auch mit der Formulierung umschrieben wird „sie/er hat die Hosen an“, oder „er/sie führt das Kommando“.

Keine sprachliche Entsprechung im Deutschen findet die Redensart

„Gatta ci cova“

„da brütet die Katze (etwas aus)“. Der Sinn dieser Aussage kann allerdings in mehrfachen, anderen Formulierungen wiedergegeben werden: „Da ist etwas im Busch! Da geht etwas nicht mit rechten Dingen zu“! Da ist etwas faul! Da stimmt etwas nicht!“

In jedem Falle ist in einer solchen Situation, in der diese Aussage passt, Vorsicht geboten, denn man weiß nicht, was noch „heraus kommen“ könnte!

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