Der Immobilienwirtschaft geht es gut. Die globalen Immobilienmärkte zeigten im ersten Halbjahr 2018 die stärkste Performance seit 2007. In Deutschland liegt das Transaktionsvolumen gewerblich genutzter Immobilien 2018 nach neun Monaten mit 42 Milliarden Euro um 8 Prozent über dem Vorjahresniveau (Quelle: JLL). Die EXPO REAL, Europas führende Plattform für Immobilien und Investitionen, spiegelt den Boom wider.

Die EXPO REAL 2018 – 2.095 internationale Unternehmen, Städte und Regionen stellten aus (Quelle: Messe München). Darunter Bürgermeister und CEOs aus zwei Dutzend europäischen Städten, die urbane Entwicklung diskutierten. Zudem haben im Real Estate Innovation Forum zahlreiche Startups Kooperationspartner und Investoren gefunden. Den größten Länderzuwachs gab es aus Großbritannien und Nordirland.

Zu den Neuausstellern zählten institutionelle Investoren und Assetmanager aber auch Standorte wie Sofia oder Liverpool. Zentrale Messethemen waren Chancen und Risiken zehn Jahre nach der Finanzkrise sowie aktuelle globale Investments. Institutionelle Anleger konzentrieren sich seit der jüngsten Finanzkrise zunehmend auf Sachwerte.

Branche fordert Neustart für bezahlbares Wohnen

Ob im Konferenzprogramm im Rahmen der Messe oder bei Ausstellerveranstaltungen: Die Branche diskutierte intensiv, wie bezahlbares Wohnen realisiert werden kann. Gunter Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, erklärte auf der Messe: „Mit einem gemeinsamen Maßnahmenpaket von Bund, Ländern, Kommunen und Verbänden müssen wir die soziale Frage angehen. 1,5 Millionen Wohnungen wollen wir in dieser Legislaturperiode neu bauen, durch steuerliche Anreize und bezahlbares Bauen. Denn nur bezahlbares Bauen ermöglicht auch bezahlbares Wohnen.“ Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbands IVD, dazu: „Wir brauchen einen Neustart für mehr Neubau, mehr Eigentumsbildung und weniger Vorschriften.“

Die EXPO REAL 2018 in Zahlen

44.536 Teilnehmer aus 72 Ländern (2017: 41.775 / 75) kamen zur EXPO REAL nach München, ein Plus von 6,6 Prozent. Die Gesamtteilnehmerzahl unterteilte sich in 21.692 Fachbesucher (2017: 20.016) und 22.844 Unternehmensrepräsentanten (2017: 21.579). Die Top Ten-Besucherländer waren nach Deutschland: Großbritannien und Nordirland, die Niederlande, Österreich, Polen, die Schweiz, Frankreich, die Tschechische Republik, Luxemburg, die USA und Spanien.

Die 2.095 Aussteller (plus 4,6 Prozent gegenüber 2.003 in 2017) kamen aus 41 Ländern. Die Top Ten-Ausstellerländer waren neben Deutschland: Österreich, Niederlande, die Schweiz, Großbritannien und Nordirland, Polen, Rumänien, Frankreich, Luxemburg, Ungarn und die USA.

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